Wednesday, May 24th, 2017

Vulkan Ätna: neuer Paroxysmus

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Der Ätna auf Sizilien ist Europas mächtigster Vulkan und zugleich einer der aktivsten Vulkane weltweit. Nach einer 6-monatigen Pause eruptierte der Feuerberg am 26. Oktober 2013. Aus dem Neuen Südostkrater wurden hoch aufsteigende Lavafontänen und eine Aschewolke  gefördert. Ein Lavastrom floss über die Südwestflanke des neuen Kegels und zerstörte 2 Holzhütten am Torre del Filosofo. Ein größerer Lavastrom floss ins Valle del Bove. Der Flughafen von Catania musste zeitweise gesperrt werden. Der paroxysmale Vulkanausbruch kündigte sich bereits am Vortag durch strombolianische Eruptionen an.

Paroxysmus vom 16.03.13. © Marc SzeglatBei den letzten Ausbrüchen dieser Art, die bis in den April 2013 hinein dauerten, stellten die Ausbrüche ein ernstes Problem dar. In den ersten Monaten des Jahres manifestierten sich 13 dieser Ausbrüche, die z.T. erheblichen Ascheniederschlag mit sich brachten. Dieser regnete je nach Windrichtung über die Ortschaften in Vulkannähe nieder. Dort verursachten die Zentimeterhohen Ablagerungen ernste Probleme. Die Asche zerkratze Autos und verstopfte deren Luftfilter. Dächer und Straßen mussten nach jedem Ausbruch aufwendig gereinigt werden, womit die Reinigungskräfte gut 1 Woche beschäftigt waren. Manchmal ereigneten sich in einer Woche mehrere Ausbrüche.

Bis zu 45 Zentimeter Durchmessende Lavabomben landeten noch in 6 km Entfernung zum Krater. Das Bombardement gefährdete Wandergruppen, die auf den zahlreichen Wegen in den Wäldern am Vulkan unterwegs waren. So wurde von einer Gruppe berichtet, die im allerletzten Moment Zuflucht in einer Berghütte fand. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Nun kündigt sich eine neue Ausbruchserie an. Seit dem 5. November 2013 werden vermehrt Erdbeben unter dem Vulkan registriert. Diese Beben finden in großer Tiefe statt und sind mögliche Indizien für aufsteigendes Magma. Zeitgleich setzten erste Strombolianische Eruptionen am Neuen Südostkrater ein. Es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage von Tagen, bis es zu einer neuen Eruption kommen wird. Die Geonauten Martin und Marc stehen in den Startlöchern um diese zu dokumentieren.

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